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Herkunft

Die Varroamilbe, einst ein Parasit der östlichen Honigbiene, Apis cerana auch Apis indica genannt, war auf das Gebiet östlich der Linie Ural / Afghanistan beschränkt. Innerhalb von 50 Jahren verbreitete sie sich durch menschliche Nachlässigkeit auf dem ganzen Erdball.

Ursprünglich war die Varroamilbe ein Parasit der östlichen Honigbiene Apis cerana, die im Gebiet östlich der Linie Ural/Afganistan lebte. Dem deutschen Forscher und Entomologen Jakobsen ist diese Laus im Jahr 1904 auf einer indischen Biene aufgefallen. Daher ging diese Entdeckung unter dem Namen "Varroa Jakobsoni" in die Fachliteratur ein.

Von dieser Milbe hat man aber zunächst weltweit nur wenig gehört. Noch in den fünfziger Jahren wurde sie von russischen Wissenschaftlern als ein harmloser Parasit der östlichen Honigbiene bezeichnet. Wie man aber heute weiß, gab es schon damals große Bienenverluste in den russisch-chinesischen Grenzgebieten. Aufgrund dessen untersuchte man nun sämtliche Bienenkrankheiten.

Erst der chinesische Forscher Jan Tsinhe konnte 1965 einen Zusammenhang des Bienensterbens mit dem Auftreten der Varroamilbe nachweisen und begründen.

Die weltweite und rasche Ausbreitung der Varroa beruht alleine auf Schlamperei und Sorglosigkeit der Imker. Von 1980 bis 1983 wurden in der damaligen Tschechoslowakei und in Rumänien über 30.000 Bienenvölker, die von der Varroa-Milbe befallen waren, vernichtet. Mit dieser radikalen Methode hoffte man diese Parasiten ausgerottet zu haben. Aber weit gefehlt! Die anpassungsfähige Milbe breitete sich rasend schnell über Mazedonien, Griechenland, Jugoslawien und Niederösterreich nach Mitteleuropa und Italien aus.

Etwas schneller war ein Bienenforschungsinstitut in Oberursel bei Frankfurt. 1976 wurden sieben Königinnen der Karpatenbiene eingeführt. Im Februar 1977 fand man die ersten Milben in "Gemüllproben". Dabei erinnerte man sich, daß schon 1971 die Apis cerana-Biene nach Deutschland importiert wurde. Bei weiteren Untersuchungen fand man überall neue Milbenherde. Das volle Ausmaß der Schäden durch die Varroa und ihre Begleiterscheinungen ist weltweit noch nicht absehbar


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